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Samstag, 27. April 2013

Adam Smith: Moralphilosoph und Begründer der modernen Ökonomie

Adam Smith hat, wie die der Beitrag Adam Smith. Moralphilosoph und Begründer der modernen Ökonomie zeigt,  die Ökonomie als Wissenschaft wie kein anderer geprägt. Seine Metapher der "unsichtbaren Hand", die er übrigens nur ein einziges Mal in seinem Hauptwerk Vom Wohlstand der Nationen verwendet hat, geistert noch heute durch die wirtschaftspolitischen Debatten. 

Aufgewachsen in der Nähe von Edinburgh, wechselt Adam Smith als vierzehnjähriger an die Universität Glasgow. Ein Stipendium ermöglich ihm den Wechsel nach Oxford. Schon hier fällt er durch seinen unabhängigen Geist auf. Unter seinen Zeitgenossen galt Smith als zerstreut, was zu vielen Legenden und Anekdoten um seine Person geführt hat. 
Smith nimmt den Ruf an die Universität Glasgow an, wo ein freierer Geist als in Oxford weht. Fragen der Wirtschaft interessieren ihn zu diesem Zeitpunkt  kaum. 

Sein erstes Buch trug den Titel Theorie der ethischen Gefühle. Darin hob Smith hervor, dass der Mensch in seinem Handeln neben dem Trieb bzw. Drang zur Selbsterhaltung auch von der  Nächstenliebe und vom Altruismus geleitet wird; ein Punkt den heutige Markt- und Wirtschaftsliberale gerne übersehen. Smith wandte sich bereits in seinem Erstlingswerk gegen ein am reinen Egoismus orientiertes Denken. 

Reisen, die er als Begleiter eines jungen Herzogs unternahm, führten ihn u.a. nach Frankreich, das damals die Hochburg des Protektionismus und Merkantilismus war. Smith, der schon damals ein Verfechter des Freihandels war, verurteile diese Form der Wirtschaftspolitik. Selbst die englische Wirtschaft erschien ihm noch zu protektionistisch. Sein e Vorstellungen einer florierenden Wirtschaft sahen vor, dass ein jeder sich auf die Tätigkeit spezialisierten sollte, die er am besten beherrscht. Die daraus resultierende Arbeitsteilung führe automatisch zum mehr Wohlstand eines Landes. Je größer der Markt, um so mehr Arbeitsteilung ist erforderlich. Zünfte und staatliche Interventionen lehnte er ab. 

In Frankreich, wo er u.a. die Bekanntschaft mit Voltaire, Diderot und Turgot machte, begann Smith sich intensiv mit dem Thema Wirtschaft auseinanderzusetzen, was im weiteren Verlauf zu der Veröffentlichung seines Hauptwerks Vom Wohlstand der Nationen führte. 
Darin blieb er den Gedanken, die er in seinem ersten Buch entwickelte, treu. So vertrat er darin schon die Ansicht, dass der Eigennutz am Ende allen zu Gute kommt. Eigennutz interpretierte er jedoch als zustimmungsfähiges Handeln. In diesem Zusammenhang und Sinn gebrauchte Smith zum ersten Mal die unsichtbare Hand, die er später im Wohlstand der Nationen ein weiteres Mal verwendete. 

Ausgerechnet im Jahr 1776, dem Jahr der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika, veröffentlichte Smith sein Hauptwerk Vom Wohlstand der Nationen, an dem er neun Jahre gearbeitet hatte. 
Eine weitere Ironie ist es, dass Smith gegen Ende seines Lebens in den Staatsdienst eintrat um dort ein Amt auszuüben, das sogar nicht zu seinen Vorstellungen passen sollte - als Zollkommissar. 

Weitere Informationen: Adam Smiths Reise nach Frankreich oder die Entstehung der Nationalökonomie

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