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Montag, 22. April 2013

Die entfesselte Antike: Aby Warburg und die Geburt der Pathosformel



Ein Interview mit Kurator Thomas Ketelsen anlässlich der Ausstellung Die entfesselte Antike: Aby Warburg und die Geburt der Pathosformel, die vom 02.03.12 bis zum 28.05.12 im Wallraf-Richartz-Museum in Köln zu sehen war. 

Die Forschungen des aus der Hamburger Bankiersfamilie Warburg stammenden Kunsthistorikers Aby Warburg kreisten zeitlebens um die Frage, wie sich Kunstformen über die Epochen hindurch wandeln. Darin wollte er zeigen, wie Künstler Einflüsse ihrer Vorgänger, bzw. Stilelemente vergangener Epochen, aufgenommen und in ihren eigenen Werken zum Ausdruck gebracht haben. Mit dem Begriff der Pathosformel sorgte Aby Warburg zu Beginn des 20. Jahrhunderts in internationalen Fachkreisen für Aufsehen. 

Neben einigen Werken von Albrecht Dürer hatte die Die Geburt der Venus von Sandro Botticelli als Untersuchungsgegenstand für Warburg einen besonderen Reiz, da sich hier die Auseinandersetzung der Künstler der Renaissance mit der Kunstauffassung der Antike gut verfolgen lässt:
... in dem Gemälde Botticellis, der Dichtung Polizians, dem archäologischen Roman des Francesco Colonna, der Zeichnung aus dem Kreise Boticellis und in der Kunstbeschreibung des Filarete, trat die auf Grund des damaligen Wissens von der Antike ausgebildete Neigung zu Tage, auf die Kunstwerke des Altertums zurückzugreifen, sobald es sich um die Verkörperung äusserlich bewegten Lebens handelt. (Quelle: Aby Warburg. Werke
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