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Samstag, 14. September 2013

A Conversation With Designer Dieter Rams at Art Center College of Design

Dieter Rams gilt als der einflussreichste lebende Industriedesigner. Viele der Geräte, die er während seiner Zeit bei Braun entworfen hat, genießen inzwischen Kultstatus. Seine Arbeiten haben u.a. Jonathan Ive, den Chefdesigner von Apple beeinflusst. In der Podiumsdiskussion am Center College of Design in Pasadena (Kalifornien) sagt er, wie wichtig eine direkte Beziehung des Designers zu dem Unternehmer ist, wie seine mit den Brüdern Erwin und Artur Braun und die von Jonathan Ive mit Steve Jobs
Revolutionär war in den 50er und 60er Jahren die Idee, bereits zu einem frühen Zeitpunkt in der Produktentwicklung ein Modell zu entwerfen. Diskussionen alleine können nicht so einen Eindruck vermitteln wie ein Modell; heute würde man sagen: Prototyp. 

Dem Einsatz von Computern im Designprozess steht er kritisch gegenüber, da er dem Designer das Denken nicht abnehmen kann. Dafür ist der Vorgang zu komplex. 

Noch heute gibt es seiner Ansicht nach nur eine Handvoll Unternehmen, die dem Design die im gebührende Rolle einräumen. Wir benötigen mehr Unternehmer wie Steve Jobs, die die Bedeutung des Design für die Produktgestaltung und die Umwelt erkennen. Rams hält es auch für wichtig, dass Designer den Kontakt mit den führenden politischen Köpfen pflegen, wie Raymond Loewy

Mit großem Interesse verfolgt Rams die Entwicklung im Bereich neuer Materialien, weshalb er es für wichtig hält, dass Designer sich mit den Forschungen von Unternehmen wie Bayer und BASF beschäftigen. 

Rams ist davon überzeugt, dass allem Wandel zum Trotz, bestimmte Prinzipien von Dauer sind. Wir müssen uns auf die nötigen Dinge konzentrieren und alles Überflüssige weglassen, damit die eigentliche Funktion hervortreten kann. Produkte haben sich im Hintergrund zu halten und nur dann auf der Bildfläche zu erscheinen, wenn sie benötigt werden. Come back to simplicity - wie Steve Jobs sagte und wie es als Erster Leonardo da Vinci formulierte. 

Im Gegensatz zu den Marketing-Vertretern, die für gewöhnlich sehr redegewandt sind, kann der Designer mit einem realen dreidimensionalen Objekt argumentieren, was jedoch nicht heisst, dass der Designer damit immer erfolgreich ist. 

Zwar sollte man von seiner Idee überzeugt sein und auch ein gewisses Maß an Sturheit kann nicht schaden, dennoch sollte man immer in der Lage sein, sich selbst zu verbessern. 

Weitere Informationen:

Der Designer Dieter Rams 

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