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Samstag, 31. August 2013

Karl Jaspers - Ein Selbstportrait (Filmbeitrag)

Der Existenzphilosoph Karl Jaspers im Selbstportrait. Die Beziehung zu seiner Oldenburger Heimat und zum Meer hat ihn selbst und seine Philosophie nach eigener Aussage stark beeinflusst - seinen norddeutschen Zungenschlag hat er auch in Heidelberg und Basel nicht abgelegt. 

Von seinem Vater übernahm er eine kritische Haltung gegenüber Autoritäten. Bedingungslosen Gehorsam lehnte er ab, ohne Pflichterfüllung gering zu schätzen.

Das Interview enthält noch immer einige wertvolle Botschaften, ebenso wie in Wohin treibt die Bundesrepublik?

Freitag, 30. August 2013

Gefangen im System

Von Ralf Keuper

Wohin man auch blickt: Überall Systeme. Soziale Sicherungssysteme, Rechtssysteme, Währungssysteme, Gesundheitssysteme, Waffensysteme, Computersysteme, Wahlsysteme, Politische Systeme, Gesellschaftssysteme - und da das anscheinend noch nicht genügt, gibt es jetzt auch noch die Systemrelevanz. Große Banken sind ebenso systemrelevant wie Parteien, das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist sogar Garant des demokratischen Systems. 
Der Blick scheint, getreu nach dem Motto: Für einen Hammer besteht die Welt aus lauter Nägeln,  systembedingt, eingeengt. 

Politik kann demnach eigentlich nur noch systemkonform sein, ebenso wie die Bürger. Was nicht der Norm des Systems entspricht, hat keine Chance wahrgenommen, geschweigedenn ernst genommen zu werden. Statik statt Dynamik. 

Hegels philosophisches System sah ja wenigstens noch den Gegensatz von These und Antithese vor, um daraus zu einer Synthese zu kommen. 

Der Schritt von Systemdenkern zu Selberdenkern (Karl-Heinz Bohrer) will irgendwie nicht gelingen. Aus dem System gibt es scheinbar kein Entkommen. Dabei ist es nötig, die Grenzen des Systems hin und wieder zu überschreiten, um zu neuen Einsichten zu gelangen - so jedenfalls die Auffassung von Glenn Gould oder auch die seines Namensvetters Stephen Jay Gould.  

Der politisch engagierte Schriftsteller und Philosoph Éduard Glissant empfahl gegenüber den Verlockungen des Systems das archipelische Denken.

Dem archipelischen Denken zumindest in dieser Hinsicht nahe verwandt, ist der Kritische Rationalismus von Karl Popper, dessen Konzept der Offenen Gesellschaft sich nur schwer mit einem systemkonformen Denken vereinbaren lässt. 

Dienstag, 27. August 2013

Massenmedien als selbstreferentielles System

Von Ralf Keuper

Die Idee, Massenmedien als selbstreferentielles System zu umschreiben, stammt von dem Soziologen Niklas Luhmann. Überspitzt formuliert meinte er damit, dass die Massenmedien in erster Linie mit sich selbst beschäftigt sind, d.h. sie berichten im Grunde nur über sich selbst  bzw. darüber, was andere Medien publiziert haben. Will man nun auf den Gegenspieler von Luhmann, Jürgen Habermas, referenzieren, könnte man von Entkopplung vom Rest der Gesellschaft sprechen. Die Massenmedien konstruieren sich ihre eigene Wirklichkeit, in der sich, zumindest für einige Vertreter, nach wie vor gut leben lässt. 

Das Kreisen um die eigene Befindlichkeit konnte man in vergangenen Wochen schön an der Diskussion um den Ausstieg des Springer-Verlages aus dem Printgeschäft (bis auf Bild und Welt) beobachten, wie aktuell um die Personalie beim SPIEGEL, wo ein Bild-Mann kurz davor ist,  Vize-Chefredakteur zu werden. Ein gefundenes Fressen für die Massenmedien ebenso wie für Blogs wie Carta. Die Erwähnung von Springer und SPIEGEL löst bei vielen Kommentatoren einen Reflex aus, der sie zu tiefschürfenden Analysen veranlasst, die nebenbei zeigen, wie sehr sie noch in den Kategorien denken, die sie ansonsten bei jeder sich bietenden Gelegenheit als völlig veraltet brandmarken. 

Der Gedanke, dass dieses Thema nur für ihre Profession (noch) ein Thema ist, will ihnen einfach nicht in den Sinn kommen, sagte doch eben Luhmann den verheerenden Satz: 
Alles, was wir wissen, wissen wir aus den Massenmedien. 
Das Problem ist, dass viele Journalisten und Medienvertreter Luhmann darin zu folgen scheinen. Das Kreisen um die eigene Achse geht weiter - auch wenn sich die Reihen der (zahlenden) Zuschauer weiter lichten. Die Illusion stirbt zuletzt ;-) 

Samstag, 24. August 2013

Bronislaw Malinowski - "Vater der Feldforschung" (Filmbiografie) - Kultur und Freiheit

Der Anthropologe Bronislaw Malinowski begab sich Anfang des 20. Jahrhunderts, anders als die meisten seiner Kollegen, für seine Forschungen direkt zu den "Wilden" und beschränkte seine Forschungen nicht auf das Studium am Schreibtisch. Das brachte ihm auch den Beinamen "Vater der Feldforschung" ein. Die sehenswerte Filmbiografie der BBC schildert sein bewegtes Forscherleben. 

Malinowski war getrieben von dem Drang, als Immigrant in die obere Gesellschaft Großbritanniens aufgenommen zu werden. Das Mittel dazu sollte sein Intellekt sein. Er beschloss daher, ein großer Gelehrter zu werden. 1910 nahm er sein Studium der Anthropologie auf. Dabei kam er zu der Überzeugung, dass die bisherigen Forschungen wissenschaftlichen Ansprüchen, wie er sie von seinem vorherigen Studium der Mathematik und Physik gewohnt war, nicht genügten. Die Empirie kam ihm deutlich zu kurz, die Schlussfolgerungen beruhten zu sehr auf Annahmen und subjektiven Urteilen.  1914 reiste Malinoswki für Feldforschungen nach Papua Neuguinea. Während seiner Beobachtung des Totenkults, kam ihm die Erkenntnis, dass es sich dabei weniger um einen religiösen Kult, sondern eher um eine Art Party handelte, obwohl die Eingeborenen auf Nachfrage den religiösen Charakter der Zeremonie beteuerten. Daraus folgerte Malinowski, dass es weniger wichtig ist, was die Menschen sagen, als was sie tatsächlich tun. Er beschloss, mit den Eingeborenen zu leben, um sie studieren zu können und als participant observer ihren Standpunkt kennen zu lernen.
Seine wohl größte wissenschaftliche Entdeckung während dieser Zeit war der Kula-Kult.  Dabei handelt es sich um ein hoch komplexes und anspruchsvolles Ritual, das dazu diente, stabile soziale Netzwerke über weite Distanzen hinweg zu pflegen. 
1918 kehrte Malinowksi nach Europa zurück. 1922 veröffentlichte er die Ergebnisse seiner Forschungen in dem Buch Argonauten des westlichen Pazifik, das auch als sein Hauptwerk gilt. 

Für das damalige Europa waren die Erkenntnisse ein Schock. Eingeborenen galten nicht als primitive Wilde, sondern als gebildete und kultivierte Menschen. Ihre Gesellschaften waren auf ihre Weise ebenso komplex wie die unseren. Zudem enthielten sie erstaunliche Parallelen zu unserer (westlichen) Gesellschaft mit ihren Ritualen und Kulthandlungen wie z.B. im Sport und der Religion. 
Malinowski glaubte, die treibende Kraft aller menschlichen Kultur gefunden zu haben. Jede Kultur hat einen bestimmten Zweck, erfüllt eine bestimmte Funktion. Der Funktionalismus war geboren. 

Sein Werk brachte Malinwoski die ersehnte Anerkennung. Er starb als geschätztes Mitglied des britischen Establishments. 

Als im Jahr 1967 seine Tagebücher auftauchten, war die Verwunderung, ja Bestürzung groß. Viele seiner Eintragungen enthielten rassistische und abwertende Äußerungen über die Eingeborenen. Einige sehen darin eher ein generelles Problem seiner Person, Ausdruck seines Hasses auf die Menschheit wie auch seines Selbsthasses. Letztlich war auch er nur ein Gefangener seiner Zeit und Kultur. 

Freitag, 23. August 2013

Berthold Beitz - Ein freier und mutiger Mann (Filmportrait)

Berthold Beitz, der kürzlich nur wenige Wochen vor seinem 100. Geburtstag verstarb, war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Mehr als 50 Jahre lenkte er die Geschicke der einflussreichen Krupp-Stiftung, die einen maßgeblichen Einfluss im ThyssenKrupp-Konzern hat. Der Filmbeitrag Tod eines Patriarchen schildert die wichtigsten Lebensstationen. 

Erst im März diesen Jahres sah sich Beitz zu einer harten Personalentscheidung gezwungen, als er seinen langjährigen Kronprinzen Gerhard Cromme in die Wüste schickte. Grund dafür war u.a. eine Milliarden-Fehlinvestition in Brasilien, die das Unternehmen an den Rand des Abgrunds geführt hat. Kritiker warfen Beitz seit Jahrzehnten seinen eigenwilligen Führungsstil vor. Als Herren der Ringe bezeichnete ihn einmal das Manager Magazin vor gut 25 Jahren in einer Titelgeschichte. Damals war Beitz kurz davor, sich von seinem damaligen Top-Manager Wilhelm Scheider zu trennen. Der Vorwurf, er habe seine Top-Manager als Sündenböcke gebraucht, ist nicht ganz ungerechtfertigt, in der freien Wirtschaft aber alles andere als ungewöhnlich.

Beitz besaß eine außergewöhnliche Standfestigkeit. Konflikte mit so mächtigen Personen wie Konrad Adenauer und Hermann-Josef Abs überstand er unbeeindruckt. Eine Eigenschaft, die Beiz bereits als Direktor von Karparten-Öl zeigte. Dort gelang es ihm und seiner Frau unter Lebensgefahr das Leben mehrerer hundert Juden zu retten. Das allein schon hebt ihn weit über die anderen prägenden Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft während der Nachkriegszeit heraus. Ein Grund mehr sein Andenken zu bewahren. 

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Ein freier und mutiger Mann

Sonntag, 18. August 2013

Heinrich von Kleist - Über das Marionettentheater

Heinrich von Kleist behandelt in dem Essay Über das Marionettentheater die Wechselbeziehung zwischen Körper und Bewusstsein, die mit verblüffenden Gedanken aufwartet. Darin rühmt Kleist die Anmut und Natürlichkeit der Figuren, die, obwohl mechanisch agierend, eine Vollkommenheit der Bewegung erreichen, die für bewusst handelnde Menschen nahezu unzugänglich ist. Anders, als man vielleicht auf den ersten Blick vermuten könnte, ist der Essay kein Lobgesang auf die Mechanisierung. 
Parallelen werden häufig zu  dem Buch ZEN in der Kunst des Bogenschießens von Eugen Herrigel gezogen. Kleists Essay enthält auch deutliche Bezüge zum Kabuki-Theater

Schön anzuhören ist die Audio-Version.

Weitere Informationen:



John Dewey: Philosoph, Erzieher und Demokrat (Kurzportrait)

John Dewey ist, wie u.a. ein filmisches Kurzportrait zeigt, einer der herausragendsten Philosophen und Pädagogen der Vereinigten Staaten. Seine Schriften beeinflussen noch heute die öffentlichen Debatten, vor allem in Fragen der Erziehung und der Demokratie. Dewey gehört wie Charles Sanders Peirce und William James, der philosophischen Schule des Pragmatismus an.  

Bezeichnend für sein Denken ist folgendes Zitat über die Demokratie:
Democracy: a belief in the ability of human experience to generate the aims and methods by which further experience shall grow in ordered richness.
In einem Fernsehinterview äußerte sich Noam Chomsky zur  Aktualität von Dewey's Denken.  

Donnerstag, 15. August 2013

Aldous Huxley im Fernsehinterview (1958) über die Bedrohungen der Freiheit

In einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehen im Jahr 1958 gab sich Aldous Huxley besorgt über den wachsenden Verlust der Freiheit der Menschen, wie er ihn schon 1932 in seinem Buch Schöne neue Welt beschrieben hatte. 
Besonders problematisch daran ist, dass dieser Vorgang schleichend verläuft, durch, wie er in dem Interview sagt, impersonal forces and devices. Anders als bisher werden neue Diktaturen weniger über Terror und Gewalt als vielmehr indirekt mittels Propaganda und Hirnwäsche Macht ausüben. Weiteres Indiz für diese Entwicklung waren für Huxley die Bürokratien in staatlichen und privatwirtschaftlichen Organisationen, die ihre Machtbasis mittels der neuen Technologien sichern und ausbauen könnten. Die totale Überwachung schien schon damals zum Greifen nahe. 

Weitere Bedrohungen für die Freiheit sah Huxley in der Überbevölkerung, die totalitäre Regime bevorzugen würden, insbesondere in Entwicklungsländern, und in der Anwendung pharmazeutischer Drogen. Künftige Diktaturen würden daher versuchen, die Menschen mittels Psychologie zu beherrschen. 
Deswegen sei Prävention nötig. Eine Aufgabe, die vornehmlich der Erziehung zufällt, deren Ziel der mündige Bürger sein müsse. 

Huxley beklagte auch die Abhängigkeit der Präsidentschaftskandidaten im US-amerikansichen Wahlkampf von privaten Geldgebern und Marketingkampagnen. Dies führe zu einer Manipulation der Kandidaten und Wähler. Darüber hinaus würden die wahren Absichten und Kompetenzen der Politiker bis zur Unkenntlichkeit verwischt. Das amerikanische Wahlsystem, wie auch das der anderen westlichen Länder, hielt er daher für reformbedürftig. Nötig seien in Zukunft dezentralere Formen der politischen Mitwirkung der Bürger, ohne dabei explizit die direkte Demokratie zu erwähnen. 

Die Freiheit war für Huxley unabdingbar für jede Form von Produktivität und Kreativität. Dem schien damals die Sowjetunion zu widersprechen, der es trotz der stark eingeschränkten Freiheit ihrer Bürger gelang, wirtschaftlich, militärisch und technologisch mit dem Westen Schritt zu halten. Ursache dafür war für Huxley die große Freiheit, die die russischen Forscher genossen wie überhaupt der hohe Lebensstandard der Eliten. Deswegen prophezeite Huxley der Sowjetunion noch eine lange Lebensdauer. 

Heute sind wir schlauer .. 

Sonntag, 11. August 2013

Andrea Palladio, Revolutionär der Architektur

Andrea Palladio, über dessen Person weitaus weniger bekannt ist, als von seinem Wirken, beeinflusst die Architektur bis heute, wie ein kurzer Filmbeitrag zeigt. Ausgehend von der römischen Antike, deren Architektur er sehr genau studierte, begründete Palladio nicht nur einen neuen Architekturstil, sondern ein ganzes System aus, wie man heute sagen würde, Design und Anwendung. 

Seine Architektur ist ihrem Wesen nach universell, weshalb sie viele Anhänger außerhalb Italiens hat. Einer seiner größten Bewunderer war Thomas Jefferson

Palladio gelang auf einzigartige Weise in seinen Bauwerken, Struktur, Funktion und Schönheit zu vereinen. 

Weitere Informationen

"Palladio. Lebensspuren" von Guido Beltramini

Palladio's Influence In America 


Samstag, 10. August 2013

Leisure: The Basis of Culture by Josef Pieper

Josef Pieper hat mit Muße und Kult 1947 ein Buch geschrieben, dessen Aussagen heute aktueller denn je sind. In einem Radiobeitrag geht es um die Interpretation der Freizeit in unserer Gesellschaft. Für Pieper hatte Freizeit eine andere Bedeutung als heute üblich ist. Für ihn ging es in der Freizeit nicht darum, Zeit mit Unterhaltung und Ablenkung totzuschlagen, sondern wirklich kreativ zu sein. Heute, da wir scheinbar Zeit im Überfluss haben, ein Problem, das in dem Radiointerview diskutiert wird. 

Für Pieper galt der Satz: Arbeiten, um Muße zu haben. Oder in seinen Worten:
Gegen die Ausschließlichkeit des Richtbildes der Arbeit als Aktivität .. steht die Muße als die Haltung der Nicht-Aktitviät, der inneren Ungeschäftigkeit, der Ruhe, des Geschehen-Lassens, des Schweigens. (in: Muße und Kult) 

Freitag, 9. August 2013

Adolf von Harnack im Original (Bild und Ton)

Der Theologe und Kirchenhistoriker Adolf von Harnack äußerte sich in einem Film über die Stellung der Dreifaltigkeit in der christlichen Theologie.  

Um das Andenken an seine Person und sein Wirken wach zu halten, verleiht die Max-Planck-Gesellschaft die Harnack-Medaille. 

Sein Sohn Axel von Harnack und zwei seiner Neffen, Arvid Harnack und Falk Harnack, wurden als Widerstandskämpfer von den Nationalsozialisten hingerichtet. 

Donnerstag, 8. August 2013

Markus Gabriel: Warum es die Welt nicht gibt (Interview)

Markus Gabriel, Shooting-Star unter Deutschlands Philosophen, im Interview über seine Philosophie, die er als Neuen Realismus bezeichnet. Bekannt wurde Gabriel vor allem durch sein Buch Warum es die Welt nicht gibt

Die Philosophie ist für ihn die Wissenschaft der Paradoxien. Das Denken fungiert bei uns Menschen als eine Art Sonarsystem. Denken ist der Sinn bei uns, der am weitesten reicht (Fernsinn).

Die Philosophie entwirft häufig ein verwirrtes Bild von Gott. Gott als Lenker des Universums existiert auch für Gabriel nicht.  Dennoch gibt es Gott insofern, als Gott der Name für den Gedanken ist, dass unsere Sinnsuche im Universum einen Platz hat. Wir sind nicht nur Zellkörper. Der Sinn ist real. Gott existiert demnach als Sinnzusammenhang. 

Der Sinn des Lebens ist für Gabriel das Leben selber - immer wieder Sinn suchen und finden können -  das ist unsere Bestimmung als Menschen. 

Glück ist für Gabriel eine Form von Gelassenheit. Glückliche Momente währen nicht ewig, ebenso wenig aber auch schlechte Phasen.  

Der kategorische Imperativ von Kant hat weiterhin in der Forderung Gültigkeit, die Menschheit in seiner eigenen Person oder einer anderen niemals als Mittel, sondern als Zweck zu behandeln. Daraus folgt, einen Menschen nicht auf ein bestimmtes Merkmal oder eine hervorstechende Eigenschaft zu reduzieren. 

Marc Aurel über Platons Idealstaat

Hoffe nicht auf Platons Idealstaat, sondern gib dich zufrieden, wenn es ein ganz klein wenig vorangeht und ziele auf diesen Ausgang, wie gering er auch ist. 
Quelle: Marc Aurel: Selbstbetrachtungen