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Freitag, 29. April 2016

Francis Bacon über Neuerungen

.. Doch wäre es gut, wenn die Menschen bei ihren Neuerungen dem Beispiel der Zeit selbst folgen wollten, die in aller Stille, aber von Grund auf und in kaum merklichen Stufen ihre Erneuerungen schafft. Denn sonst kommt alles Neue unerwartet, tut einigen Wohl und anderen weh. Wen es fördert, der nimmt es als Glücksfall und dankt seiner Zeit dafür; wen es schädigt, der nimmt es als ein Unrecht und legt es dem Urheber zur Last. 
Es empfiehlt sich auch, keine Experimente solcher Art im Staatsleben anzustellen, wenn nicht die Notwendigkeit dringend ist oder der Nutzen auf der Hand liegt. Man bleibe sich dabei wohl bewußt, dass eine wirkliche Besserung die Veränderung herbeiführen, nicht aber bloße Neuerungssucht die Verbesserung für notwendig erklären soll. Und schließlich - Neuerungen sind zwar nicht von Grund auf zu verwerfen, aber doch mit der nötigen Zurückhaltung zu betrachten. Und auch die Schrift rät uns, dass wir auf unserem eingeschlagenen Weg einmal stehenbleiben und Umschau halten sollen, um herauszufinden, welches der gerade und rechte Weg ist, auf dem wir weiter wandeln müssen.
Quelle: Francis Bacon. Essays

Sonntag, 24. April 2016

Der Denker (Edward de Bono)

Ein effektiver Denker ist sich seiner Absichten bewusst: Er kann eine Denkaufgabe genau definieren und sich dann an die Durchführung machen. Er hat sowohl ganz genaue Vorstellungen von der Situation wie auch Überblick darüber. Er zieht Weisheit der Schlauheit vor. Denken vermittelt ihm ein freudiges Gefühl, auch wenn er einmal nicht so erfolgreich ist. Er ist zuversichtlich und entschieden, aber gleichzeitig auch bescheiden. Er erkennt, dass jede Annäherung nur eine von vielen Möglichkeiten ist, wobei er die meisten überhaupt nicht in Betracht zog. Er ist effektiv und strebt vorwärts. Er ist kraftvoll in seinem Denken und, wo erforderlich, auch praktisch. Er schwelgt nicht in übermäßiger Intellektualisierung, ist nicht übertrieben kritisch oder zittert vor Unentschlossenheit. Nach Abschluss eines Denkvorgangs ist er in der Lage herauszufinden, welchen Fortschritt er nun erzielte. Auch wenn er zu keiner zufriedenstellenden Antwort gelangt, lernt er doch, sich mit dem Erreichten zu bescheiden, sogar wenn es sich dabei nur um die Erkenntnis handelt, dass noch eine Menge mehr Nachdenkens erforderlich sei. 
Der Denker betrachtet Denken als eine Geschicklichkeit, die es sowohl zu üben wie auch zu beobachten gilt. Er ist fähig, über das Denken im allgemeinen wie auch über sein eigenes Denken im besonderen Überlegungen anzustellen. .. Er ist eher konstruktiv als kritisch und setzt voraus, dass es Sinn und Zweck des Denkens sei, ein tieferes Verständnis, eine bessere Entscheidung oder einen günstigeren Handlungsverlauf zu erzielen, keinesfalls aber, um nachzuweisen, dass er klüger sei als andere. Er bewundert eine Idee wie eine schöne Blume, unterschiedslos, in welchem Garten sie wächst. .. 
Er ist möglicherweise zu perfekt und ideal, um überhaupt zu existieren. Er ist nicht gefühllos. Aber er sieht den Zweck zu denken als eine Anordnung von Erfahrungen, um seine Gefühle nützlicher einsetzen zu können.
Quelle: Edward de Bono's Denkschule. Zu mehr Innovation und Kreativität 

Samstag, 23. April 2016

Moderne Erziehung: Zwischen Trivialisierung und Unterwerfung

Von Ralf Keuper

Die Frage, ob und inwieweit die Erziehung dazu beiträgt, die Entfaltung der Persönlichkeit zu fördern oder zu verhindern, beschäftigt die Gelehrten seit Jahrtausenden; erinnert sei nur an die Gedanken von Sokrates zu dem Thema. Später beschäftigen sich vor allem Literaten mit dem modernen Erziehungswesen, unter dem sie häufig selber gelitten haben, wie Hermann Hesse in seinen Erzählungen und Romanen, vor allem wohl in Unterm Rad; weiterhin Robert Musil in Die Verwirrung des Zöglings Törleß. Unter den Philosophen sticht Jacques Rousseau mit seinem Hauptwerk Emile oder über die Erziehung hervor. 

In dem Essay Erziehung als Trivialisierung von Zöglingen. Unterwerfungsrituale in der Schule untersucht Steven Sello die Höhen und Tiefen der modernen Erziehung unter Rückgriff auf die Theorien und Schriften von Niklas Luhmann und Michel Foucault

Seine These: 
Die leitende Fragestellung für diesen Essay ist, inwiefern ein spezifisches Sozialisations- oder Erziehungsprogramm erforderlich ist, um einer Organisation beizutreten und die jeweiligen Organisationsprogramme auszuführen. Daran anknüpfend stelle ich die These auf, dass schulische Sozialisation durch das jahrelange Absolvieren von Zwangs- und Unterwerfungsritualen vor allem die Fähigkeit trainiert, Mitglied in einer der typischen Organisationen der Gesellschaft zu sein.
Weiterhin: 
Die Fragestellung, die ich dabei verfolge, lautet: Ist ein spezifisches Sozialisations- oder Erziehungsprogramm erforderlich, um als Person per „freiwilliger Entscheidung“ einer Organisation beizutreten und die Erwartungen zu erfüllen, die an die Mitgliedschaftsrolle geknüpft sind? Die schulische Sozialisation, so meine These, trainiert vor allem und in erster Linie die Fähigkeit, Mitglied einer Organisation zu sein – oder, noch weiter zugespitzt: Durch das jahrelange Absolvieren von Zwangs- und Unterwerfungsritualen wird die Fähigkeit zur „freiwilligen Unterwerfung“ antrainiert, mithin die Fähigkeit Mitglied in einer der typischen Organisationen der Gesellschaft zu sein. Ein anderes Wort für „freiwillige Unterwerfung“ ist Selbstzwang, welcher durch Disziplintechniken erzeugt wird. Darauf komme ich weiter unten zu sprechen.
Und: 
Im Anschluss an diese Überlegungen lässt sich das Argument formulieren, dass das Erziehungssystem die gesellschaftliche Funktion hat, Personen als Bündel von Erwartungen, das heißt als Pakete vorhersehbarer Handlungen bzw. vorhersehbarer Entscheidungen, zu verschnüren.
Ein wesentliches Merkmal der Erziehung besteht für Luhmann in der Trivialisierung:
Triviale Maschinen sind solche, „die auf einen bestimmten Input mit Hilfe einer eingebauten Funktion (der ‚Maschine‘) einen bestimmten Output produzieren“ (Luhmann 2002: 77). Mit Luhmann kann man sagen, dass „Erziehung zu richtigem Wissen und richtigem Verhalten zu einer Trivialisierung der Zöglinge führt“ (ebd.). Das zeigt sich besonders in der Prüfungssituation: „Der Lehrer bzw. Prüfer stellt eine Frage, obwohl er die Antwort schon weiß“ (ebd.: 78). ...
Selbstverständlich, darauf weist auch Luhmann hin, werden Menschen deshalb nicht zu trivialen Maschinen, aber sie lernen zu erkennen, wann es angebracht ist, sich wie ein triviales System zu verhalten (ebd.: 78). Typischerweise gelingt es trotz Konditionierung „die innere Souveränität“ der Wahl zu behalten (ebd.).
Im Vergleich dazu die Position von Michael Foucault:
Michel Foucault hat sich eingehend damit beschäftigt, wie Zustände – also Haltungen, Verhaltensweisen und Bereitschaften von Schüler_innen – erzeugt werden, die nichts mit dem Unterrichtsinhalt zu tun haben, sondern mit der Art des Unterrichtens und mit Verhaltensregeln im Schulalltag. Mit Foucault wird es möglich die dahinterliegenden Strukturen zu erkennen und einen Blick auf die nicht-offiziellen Aufgaben und Funktionen von Schule zu werfen (Kupfer 2010: 67). 
In seinem Forschungsansatz der Genealogie der Macht geht es Foucault darum, die Machtpraktiken freizulegen, auf denen das beruht, was in einer Gesellschaft für wahr gehalten, als richtig erachtet und als erstrebenswert angesehen wird. Das gesellschaftliche Wissen wird von Foucault als Macht-Wissen analysiert (Rosa et al. 2007: 285). Die Schule spielt dabei eine wichtige Rolle, da sie als Institution zur Verbreitung einer neuen Macht-Wissen-Konstellation beitrug, die bis heute die Gesellschaft prägt (Kupfer 2010: 69).
Bei aller Erklärungskraft der Systemtheorie, sind einige Defizite nicht zu übersehen: 
Systemtheoretisch ausgedrückt findet Ermöglichung dadurch statt, dass sich Personen gemäß bekannten Erwartungen verhalten. Je mehr dies in geregelter Weise geschieht, je genauer Verhalten antizipiert werden kann, desto mehr Personen können kooperieren, das heißt für soziale Systeme ist höhere Komplexität möglich. Dies geschieht dadurch, dass auf der Ebene der Personen Ungewissheit reduziert wird. Dazu, warum Befehle bei Personen Gehorsam finden und wie Personen (psychisch) damit zu Recht kommen, kann die Theorie sozialer Systeme allerdings nicht viel beitragen.
Foucault dagegen sah die Fähigkeit zur Integration nicht so entspannt wie Luhmann, insbesondere mit Blick auf die Konsequenzen für das "disziplinierte Subjekt". 
Deutlich wird allerdings auch der hohe Preis, den die Gesellschaft und die Subjekte für diese Art von Integration bezahlen. Nach Foucaults Einschätzung erzeugt die Schule „Zustände des Gehorsams, der Angst, der Demütigung und der Abstumpfung“ (Kupfer 2010: 78). Das bewirkt „konformes, ritualisiertes und unkreatives Handeln“ (ebd.) – und zwar systematisch.
Als Alternative zu einer Erziehung durch Zwang schlägt Sello vor: 
Notwendig wäre dafür ein mentaler Wandel von Institutionen, die bisher vor allem den Aspekt der Unvollständigkeit und Hilfsbedürftigkeit betonen, also von einer Unzulänglichkeit von Kindern ausgehen. Das heißt nicht einen romantisch verklärten Blick auf Kinder als von Natur aus gute und weise Menschen einzuführen. Es genügt davon auszugehen, dass Kinder von sich aus einen starken Antrieb haben, sich die Werte, das Wissen und die Fähigkeiten der Kultur, in die sie hineinwachsen, anzueignen.
Nun hat es in der jüngeren Vergangenheit nicht an Versuchen gefehlt, die Vorstellungen einer Erziehung ohne Zwang umzusetzen, wie in der Laborschule Bielefeld unter Hartmut von Hentig

Über die Grenzen der Systemtheorie im Bereich Erziehung schreibt Eckhard Meinberg:
Das Menschenbild der Systemtheorie kann sich ebenso wenig wie alle anderen, die mit der "sozialwissenschaftlichen Wende" in die moderne Erziehungswissenschaft eingeschleust wurden, von bestimmten konventionellen Auffassungen über das Menschsein emanzipieren. Mit den anderen teilt es z.B. die Eindimensionalität, die durch die Dominanz des Systembegriffs entsteht und die u.a. auch den Ausschluss der praktisch-moralischen Rationalität betreibt. Der ganze Bereich der Normativen wird ausgesperrt. Der Systemmensch, der sich in großer Könnerschaft auf Reduktionssteigerungen verlegen muss, klammert den moralischen Sektor aus; nichts gilt ihm die Geltung, sein Herz bleibt kalt. Er nimmt hin, was ist, utopische Höhenflüge sind seine Sache nicht, im Funktionalen geht er auf und setzt unbedingte Neutralität voraus (in: Das Menschenbild der modernen Erziehungswissenschaft). 
Über die Grenzen des Strukturalismus und dessen Gemeinsamkeiten mit Luhmanns Systemtheorie merkt Meinberg an:
Hier soll nur eine Gemeinsamkeit mit Luhmann notiert werden: die Abkehr vom Humanismus und die Liquidierung des "bürgerlichen" Subjekts. Lévi Strauss spricht vom "Tode des Subjekts", der französische Psychologe Lacan meint: "Der Mensch, das Subjekt, sie verschwinden", und Foucault bekennt sich zu diesem Glauben: "Man entdeckt, dass das, was den Menschen möglich macht, ein Ensemble von Strukturen ist, die er denken und beschreiben konnte, deren Subjekt, deren souveränes Bewusstsein er jedoch nicht ist". Diese Reduktion des Menschen auf die ihn umgebenden Strukturen scheint mir charakteristisch für das gegenwärtige Denken, sowie ein ihr inhärentes Bild vom Menschen, das die zeitgenössische Erziehungswissenschaft zwar noch nicht auf breiter Ebene erreicht hat, aber in Luhmanns Systemtheorie erkennbar wird (ebd.).
Damit stellt sich die grundsätzliche Frage, ob Theorien und Ansätze, die das Subjekt verneinen, wirklich dafür geeignet sind, konformistischem und unkreativem Verhalten vorzubeugen und die Erziehung und die dafür zuständigen Institutionen so zu verändern, dass sich die Zöglinge die Welt eigenständig aneignen können.

Samstag, 16. April 2016

Einige interessante Beiträge der letzten Zeit aus Philosophie und Wissenschaft #24

Von Ralf Keuper

Erneut eine kurze Aufstellung von Beiträgen aus den Bereichen Philosophie und Wissenschaft, die mir in den vergangenen Tagen/Wochen aufgefallen sind:

Samstag, 9. April 2016

Über die Widersprüche eines vollkommenen Automaten (Gilbert Simondon)

Die Vorstellung eines vollkommenen Automaten ist eine Vorstellung, die aus einem Übergang zur Grenze gewonnen ist und sie birgt in sich etwas Widersprüchliches: Der Automat wäre eine so vollkommene Maschine, dass der Unbestimmtheitsspielraum für ihr Funktionieren gleich null wäre, die aber dennoch Informationen empfangen, interpretieren oder aussenden können. Wenn aber der Unbestimmtheitsspielraum für ihr Funktionieren gleich null ist, gibt es keine Möglichkeit zur Variation mehr; das Funktionieren wiederholt sich unbegrenzt in identischer Form und folglich enthält diese Iteration keinerlei Bedeutung. 
Quelle: Gilbert Simondon. Die Existenzweise technischer Objekte 

Montag, 4. April 2016

Tesla - Beginn einer Zeitenwende?

Von Ralf Keuper 

Lange Zeit galt es bei den Spitzen der deutschen Automobilindustrie als geradezu absurd, dass ein Newcomer, ein Startup aus Kalifornien, den Automobilmarkt mit einem Elektroauto aus Massenproduktion erschüttern könnte. Wie sollten Softwareentwickler und Nerds in der Lage sein, die über Jahrzehnte gewachsene Ingenieurskunst, deren Krönung zweifellos das German Engineering ist, zu übertreffen? Vielleicht ist die Tatsache, dass Tesla von Außenseitern ins Leben gerufen wurde, der entscheidende Vorteil, oder wie Mario Herger in Das Silicon Valley Mindset schreibt: 
Disruptive Innovation wird aber vor allem von Nichtexperten geschaffen und überrascht deshalb oft die eigentlichen Experten. Wei sie gut erklären können, warum etwas nicht klappen wird, sind die völlig verblüfft, wenn jemand einen kombinierten, innovativen Ansatz hat, der die Rahmenbedingungen ändert. Darum werden diese Ansätze von den Experten so lange ignoriert, bis es zu spät ist.
Übrigens: Auch der Erfinder des Verbrennungsmotors, Nicolaus Otto, war kein Ingenieur, sondern Kaufmann, ein schnöder Handelsreisender ..

Herger schreibt an anderer Stelle:  
Automobilhersteller und Transportdienstleister sehen sich seit geraumer Zeit von Silicon-Valley-Firmen unter Druck gesetzt. Firmen wie Tesla Motors, Google, Apple oder das mittlerweile dichtgemachte Better Place bringen disruptive Technologien auf den Markt. Uber, Lyft und andere Ridesharing-Plattformen ändern die Art, wie wir Transportdienstleistungen erleben. Was diese Firmen von traditionellen Automobilbauern unterscheidet, sind die Hintergründe der Firmengründer. Sie kommen alle aus dem Softwaresektor und betrachten die Probleme als Softwareproblem. Die Wertschöpfung liegt nicht mehr so sehr im "Verbiegen von Blech", sondern im Programmieren von Softwarecode.
Wer sich die Filmdokumentation Die Herstellung des Elektroautos Tesla Model S anschaut, gewinnt jedenfalls nicht den Eindruck, dass hier Nicht-Könner am Werk sind.

Was ist geschehen? Kann es sein, dass es Menschen gibt, für die die Bedienung eines Automobils kein Anlass zur Freude ist?; vielleicht wird das Automobil nicht einmal mehr als Status-Symbol benötigt?  
Stattdessen wird das Auto zur Kommunikationsplattform degradiert. Noch mal Mario Herger: 
Ein Auto soll zwischenmenschliche Verbindungen in der physischen Welt ermöglichen. Das Auto ist ein "Connector". Ich fahre nicht in die Stadt, weil ich Freude am Fahren habe, sondern weil ich mich mit Freunden treffe. ... Ein iPhone ist ein virtueller Connector zwischen Menschen. Wenn ich mit dem Auto fahren muss, kann ich mich in diesem Moment nicht mit ihnen verbinden, weil ich auf den Verkehr achten muss.
Das ist für viele in Wolfsburg, München, Ingolstadt und Stuttgart Neuland. Der Ex-Chef von Daimler, Edzard Reuter, bezeichnete den Tesla in einem Interview als einen Witz. Also wie ein Witz wirkt das auch mich jedenfalls nicht; aber - Technokraten sehen das womöglich anders bzw. sie haben ihren ganz eigenen Humor ;-). 

Die Vertreter der deutschen Automobilindustrie wurden in der Vergangenheit nicht müde zu betonen, dass sie auch im Bereich Elekrofahrzeuge schon längst führend sind. Eine Dokumentation in der ARD kommt da zu einem etwas abweichenden Befund: 


Mittlerweile setzt Tesla mit dem Modell 3S zum nächsten und wohl entscheidenden Sprung an. Mit dem Elektroauto, das 31.000 Euro kosten und eine Reichweite von mindestens 346 Kilometer haben soll, will das Unternehmen den Massenmarkt erobern. Auch deutsche Medien fangen an, das Phänomen Tesla ernst zu nehmen, wenngleich mit einem skeptischen Unterton, wie in Wie Tesla die Autoindustrie weltweit unter Druck setzt.

Selbstverständlich birgt das Geschäftsmodell von Tesla Risiken: Es ist letztlich eine Wette, ein Wettlauf gegen die Zeit. Gelingt es Tesla, die nötige Stückzahl von Fahrzeugen zu produzieren, um in die Gewinnzone zu kommen, kann die Batterieleistung noch weiter erhöht werden, dann dürfte es für Daimler, Volkswagen, BMW & Co. sehr eng werden. Denn am Ende des Tunnels warten schon die autonomen Fahrzeuge, die jedoch nach Ansicht einiger Automanager, wie dem jetzigen VW-Chef Müller, nur ein Hype sind

Wenn er sich da mal nicht täuscht.